Nur für Männer: Die Paar Probleme im Paar-Coaching

„Es gibt nichts Schlimmeres als Beziehungsprobleme zu besprechen. Aber wenn überhaupt, bespreche ich die nur unter vier Augen!“ So sehen angeblich die meisten Männer das Thema. Bei mir sitzen auch andere: Männer, die ihre Beziehung stabilisieren oder vertiefen wollen. Männer, denen ein verantwortungsbewusstes Ende ihrer Beziehung in Anstand und Fairness wichtig ist. Männer, die einfach nur verstehen möchten, was Sache ist. Klarheit suchen.

Immer geht es nur um das eine: mit der eigenen Weltsicht gesehen und wertgeschätzt zu werden. Zugang zur Sichtweise des anderen zu bekommen, um damit etwas anfangen zu können. Zu wissen, was zu tun ist und das dann zu tun.

Dafür ist Verständnis wichtig. Verständnis für mich selbst: Warum mache ich etwas? Warum mache ich es SO? Was ist mir dabei wichtig? Aber auch Verständnis für mein Gegenüber (egal, ob weiblich oder männlich): Warum macht er/sie etwas? Warum macht er/sie es SO? Was ist ihm/ihr dabei wichtig? Und hier kommt der springende Punkt: Es geht nicht darum, zu erahnen/vorherzusehen/zu unterstellen. Sondern das Gegenteil: Zuzugeben, dass man nicht weiß. Und deshalb interessiert zu fragen. Er sie und sie ihn. Dadurch entstehen zwei Bilder, die nebeneinander gelegt werden können. Zwei Sets von Bedürfnissen, die aufeinander abgestimmt werden können.

Zwei Menschen fühlen sich in ihren innersten Bedürfnissen gesehen und können auf Basis dieser Sicherheit gemeinsam Lösungen und Wege finden, in bisher wild zugewuchertem Gebiet Licht und Übersichtlichkeit schaffen.

Fünf unschlagbare Vorteile von Dreiergesprächen im Paar-Coaching:

(1) Beide Gesprächspartner reißen sich mehr zusammen als zuhause und zeigen die kultiviertesten Seiten von sich

(2) Die Moderatorin sorgt dafür, dass die Ziele des Gespräches (auf beiden Seiten!) erreicht werden, egal auf welchen Wegen und Umwegen

(3) Die Moderatorin schafft Ausgleich zwischen den beiden Gesprächspartnern: ähnliche Gesprächsanteile, ähnliche Gewinne, ähnlich große Erkenntnisse

(4) Das alltägliche, oft bereits über Jahre eingefahrene „Spiel“ der Beziehung bekommt für den Moment einen neuen Mitspieler und eröffnet dadurch neue Möglichkeiten und Spielzüge.

(5) In den begleiteten Gesprächen wird anders kommuniziert als zuhause. Diese produktive Form des Umgangs miteinander wird im Coaching geübt und kann zuhause weitergeführt werden.