Keine Angst vor der Angst!

– Wer für sich sorgt, ist nicht sorg-los sondern sorg-fältig!

„Psychische Hilfe in Anspruch zu nehmen ist ein Thema, das in Deutschland vollkommen falsch beurteilt wird. Denn sie macht immer Sinn. Dafür muss es einem nicht erst schlecht gehen. Und es zeugt nicht von Schwäche, sich in seinem Leben unterstützen zu lassen, sondern im Gegenteil – es spricht für persönliche Stärke!“ (Oliver Kahn im Gespräch mit J. B. Kerner, ZDF)

Nachfolgend finden Sie einige Fragen und Antworten, die Ihnen vielleicht helfen können bei Ihrer Entscheidung für die Zusammenarbeit mit einem Personal Coach:

  1. Mit welchen Themen kommen Menschen zum Coach?
  2. Wer geht zum Coach?
  3. Wo sind die Unterschiede zwischen einem Coaching und einer Psychotherapie?
  4. Das sind doch nur Gespräche! Wie sollen die mir weiterhelfen?
  5. Ist das nicht Scharlatanerie? Ich rede mit Ihnen, finde meine eigenen Lösungen und zahle auch noch Geld dafür? Kann ich das nicht genauso mit einer Freundin besprechen, dann spare ich mir das Geld!?
  6. Ist das nicht gefährlich, was in solchen Gesprächen alles zum Vorschein kommt?
  7. Ist das nicht für uns beide unangenehm, wenn ich meine Probleme vor Ihnen ausbreite?
  8. Werde ich von anderen als psychisch krank angesehen, wenn ich zu Ihnen komme?
  9. Wie lange muss ich mich bei Ihnen zur Zusammenarbeit verpflichten?
  10. Wie lange dauert eine Sitzung?
  11. Kann ich die Kosten von der Krankenkasse bezahlen lassen?
  12. Welche Voraussetzungen muss ich für so ein Coaching mitbringen?
  13. Was passiert, wenn sich nach unseren Gesprächen nichts ändert oder nur ganz kurz?
  14. Warum kommen Ihre Klienten ausgerechnet zu Ihnen?
  15. Was passiert, wenn wir nicht miteinander klarkommen?

1. Mit welchen Themen kommen Menschen zum Coach?

Man ist mit seinem Latein am Ende, steckt in einer Krise und sieht keinen Ausweg. Man möchte sich fernab des Alltags konzentrieren auf das Wesentliche, sich und seinen Alltag reflektieren, sich verändern, mehr man selbst sein, Stärken wiederentdecken, Grenzen setzen, sich leichter fühlen, zur Ruhe kommen, eine neue Richtung finden, Handbremsen lösen, Verhalten ändern, sich selbst wertschätzen, das Leben genießen.

Ansatzpunkte für ein Coaching könnten sein: Beziehungskrisen, berufliche Krisen, Konflikte mit oder zwischen Kollegen/Mitarbeitern, berufliche Umorientierung/Ziele/Perspektiven, Männer- und Frauenthemen, Erziehungsthemen, Probleme im Führungsverhalten, Überforderung/Überlastung im Job, Älter-Werden, Schlafstörungen, Kopfkino, Erschöpfung, innere Unruhe, Ängste und Sorgen, Krisen, Krankheiten, Perspektivlosigkeit, innere Leere, fehlendes Vertrauen in die Zukunft, Konflikte, Orientierungslosigkeit, Berufswahl von jungen Erwachsenen, Trauer und Verlust, Einsamkeit, Stress, Ärger und noch 1000 Dinge mehr.

2. Wer geht zum Coach?

Menschen, die Ballast abwerfen wollen, sich klar werden wollen, zu sich finden wollen, das Leben in seiner ganzen Fülle auskosten und erleben wollen.

Menschen, die verstanden haben, dass Neues nur entstehen kann durch Erkenntnis, Loslassen und Veränderung.

Menschen, die überzeugt sind, dass das Leben mehr bietet als Beschränkung und Muss. Sie wissen, dass das Gute in Hülle und Fülle auf uns wartet, aber bewusst gefunden und ergriffen werden muss.

Das können Menschen aller Altersgruppen sein, sie befinden sich oft in Übergangssituationen des Lebens: Berufliche (Neu-) Orientierung, Trennung, Kindererziehung, Auszug der Kinder, Sinnkrisen, Mitte des Lebens, Krankheit, Alt-Werden etc.

3. Wo sind die Unterschiede zwischen einem Coaching und einer Psychotherapie?

Es geht damit los, dass Therapeuten „Patienten“ haben und Coaches mit „Klienten“ zusammenarbeiten. Psychotherapeuten haben Ihr Fach studiert, Coach kann man auf verschiedenen Wegen werden. Ein Coaching ist zukunftsgerichtet, der Klient „will“ seine Lebensqualität erhöhen. Eine Therapie setzt meist an einem Punkt an, wo der Patient selbst der Krise nicht mehr Herr werden kann, sie Krankheits-Charakter hat. Eine Therapie arbeitet viel in der Vergangenheit.

Viele unserer Probleme können wir selber lösen, wenn es uns gelingt, alte Sichtweisen und behindernde Verhaltensmuster zu erkennen und durch neue zu ersetzen. Viele Therapien hätten sich durch ein gutes Coaching im Vorfeld verhindern lassen.

Wenn sich die Therapiebedürftigkeit eines Menschen zeigt, dann ist es die Pflicht des Coaches, den Menschen darüber zu informieren und ihm zu helfen, einen fachkundigen Therapeuten für sein Anliegen zu finden.

4. Das sind doch nur Gespräche! Wie sollen die mir weiterhelfen?

Die Gespräche, die wir im Coaching miteinander führen, sind unser Arbeitswerkzeug. Sie unterscheiden sich von Alltagsgesprächen, weil sie sehr zielorientiert und fokussiert sind und außerdem verschiedene Methoden und Instrumente zum Einsatz kommen, die sich im Coaching bewährt haben. In den Gesprächen entwickeln sich Anregungen, Inspiration, Impulse, Reflexionen. Sie nehmen Ihre eigenen Erkenntnisse, Beschlüsse und Ideen mit, niemand gibt Ihnen Vorgaben.

Unser Ziel ist es, die Schätze zu heben, die in uns sind, aber unter all den hinderlichen Erfahrungen und Vorstellungen über uns und das Leben verborgen liegen. Wir suchen nach unseren inneren Überzeugungen und Grundhaltungen, sortieren Belastendes aus und finden das Hilfreiche. Manchmal müssen die lange vergrabenen Schätze ein wenig abgestaubt werden, Perspektiven können sich verändern, Wirkungszusammenhänge werden klar, Handlungskompetenzen deutlich und die Umsetzung wird erprobt.

Wer sich selber in seiner ganzen Buntheit kennenlernen und entdecken möchte, um mehr aus sich und seinem Leben zu machen, ist hier richtig.

5. Ist das nicht Scharlatanerie? Ich rede mit Ihnen, finde meine eigenen Lösungen und zahle auch noch Geld dafür? Kann ich das nicht genauso mit einer Freundin besprechen, dann spare ich mir das Geld!?

Theoretisch geht das auch mit einer Freundin. Praktisch spricht einiges dagegen:

In freundschaftlichen Alltagsgesprächen ist es wichtig für die Harmonie zweier Kommunikationspartner, dass beide einen ähnlich großen Gesprächsanteil haben, das gegenseitige Maß an Geben und Nehmen in etwa gleich ist. Eine Coaching-Sitzung befasst sich ganz konzentriert nur mit den Anliegen des Klienten. Der Klient muss kein „schlechtes Gewissen“ haben, dass sich wieder alles nur um ihn gedreht hat.

In Coaching-Gesprächen kommen Tools, Tipps und Tricks zum Einsatz, die ein Laie im Allgemeinen nicht kennt. Viele Wege führen nach Rom, ein erfahrener Coach kann verschiedene anbieten. In der persönlichen Entwicklung gibt es keine richtigen oder falschen Wege, wir gehen gemeinsam Wege, die zu mehr Leichtigkeit und Wohlbefinden führen sollen.

Hinzu kommt häufig die fehlende Zeit als großes Hindernis für tiefgründige Gespräche. Wie oft in der Woche treffen Sie Menschen, mit denen Sie sich über Ihre innersten Sorgen und Zweifel austauschen? Für eine Verabredung mit dem Coach werden Zeiträume bewusst geschaffen.

6. Ist das nicht gefährlich, was in solchen Gesprächen alles zum Vorschein kommt?

Innere Abgründe zu erkennen, ist oft schmerzhaft, aber ein Leben in Beschränkungen, Unglück, innerer Leere und Leblosigkeit ist auf Dauer schlimmer. Außerdem bekommen Themen, die unter dem Teppich unverarbeitet vor sich hin gären, mit der Zeit immer größeres Zerstörungspotential und suchen sich ihren Weg ans Licht in Symptomen, an denen Sie irgendwann nicht mehr vorbeisehen können.

Sich ein inneres Anliegen bewusst zu machen, ist der erste Schritt, um sich etwas Neuem zuwenden zu können. Bei mir finden Sie den sicheren Raum, in dem Sie Klarheit finden und neue Wege ausprobieren können in erdrückenden Lebenssituationen.

Sollte es einmal vorkommen, dass Sie mit den aufgekommenen Themen gar nicht allein zurecht kommen, sollte unser vertrauensvolles Verhältnis dazu führen, dass wir auch dieses „Ab“ gemeinsam meistern bis das nächste „Auf“ wieder sichtbar ist.

7. Ist das nicht für uns beide unangenehm, wenn ich meine Probleme vor Ihnen ausbreite?

Ich kann leider nicht versprechen, dass die Zusammenarbeit immer angenehm sein wird. Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass Erkenntnisse nicht immer leicht verdaulich sind. Aber ich bin überzeugt, dass jeder Mensch spezielle „Themen“ mit sich herumschleppt. Jeder natürlich andere, aber jeder welche (auch ein Coach oder Psychologe!). Und damit sind wir alle gleich, nämlich alle Menschen. Und die sind nun mal nicht nur stark, zielstrebig und frei, sondern auch schwach, ratlos und begrenzt, jeder auf seine Art. Auf dieser Basis ist man nicht alleine mit seinen Problemen und kann leichter ertragen, dass ein anderer Einblick erhält.

Selbstverständlich gilt hier absolut das Versprechen der Verschwiegenheit, außerdem geht es hier um eine vertrauensvolle Beziehung, um echte Begegnung, die geprägt ist von gegenseitigem Respekt und meinem unbedingten Willen, mein Gegenüber stark zu machen. Es werden keine Urteile gefällt!

8. Werde ich von anderen als psychisch krank angesehen, wenn ich zu Ihnen komme?

Viele Menschen möchten sich einem Therapeuten nicht anvertrauen, weil sie Angst davor haben, damit eine Schwäche zuzugeben und gebranntmarkt zu sein als psychisch krank. Einen eigenen Coach zu konsultieren, ist dagegen gesellschaftsfähig und sogar zunehmend im Trend.

Ich sehe es als Zeichen von Reife, rechtzeitig zu erkennen, wann ein Weg einfacher mit Hilfe zu bewältigen ist als alleine.

9. Wie lange muss ich mich bei Ihnen zur Zusammenarbeit verpflichten?

Da gibt es ganz verschiedene Möglichkeiten, die ganz allein davon abhängig sind, in welchem Tempo Sie Ihre Arbeit vorantreiben wollen. Geht es Ihnen um eine kontinuierliche Reflexion Ihres Lebens oder eher um eine zielorientierte Arbeit an einer speziellen Fragestellung? Von einer 60-minütigen Einzelsitzung zu einer speziellen Frage gibt es über fest vereinbarte Coaching-Sequenzen zu gemeinsam festgelegten Zielen bis zur unbefristeten Zusammenarbeit alle Möglichkeiten der individuellen Absprache.

10. Wie lange dauert eine Sitzung?

Generell ist mein Ziel, die Sitzung nach 60 Minuten zu einem „runden“ Ende gebracht zu haben. Manchmal verlängert sich eine Sitzung jedoch, wenn wichtige Erkenntnisse noch vervollständigt oder abgerundet werden wollen. Ganz selten kommt es vor, dass ein Klient nach 60 Minuten tief in einem Gefühl von Traurigkeit, Verzweiflung oder Ratlosigkeit verfangen ist. In diesem Zustand möchte ich aber niemanden in den Alltag entlassen, nur weil die Zeit abgelaufen ist. Deshalb verlängere ich auch in solchen Situationen die Sitzung. So lange, bis sich der Klient wieder stark genug fühlt für die Herausforderungen, die im anschließenden Alltag auf ihn warten. Die Erfahrung zeigt, dass dieser Punkt in den allermeisten Fällen spätestens nach 90 Minuten erreicht ist.

11. Kann ich die Kosten von der Krankenkasse bezahlen lassen?

Leider nicht. Diese Art der Krankheitsprophylaxe wird bisher leider als „Privat-Vergnügen“ angesehen.

12. Welche Voraussetzungen muss ich für so ein Coaching mitbringen?

Auf jeden Fall sollten Sie ein Anliegen dabei haben, eine Frage, die Sie beschäftigt. Und für die Zusammenarbeit sind ein Grundmaß an Offenheit, Neugier und Vertrauen wichtige Eigenschaften, die sich im Laufe der Zusammenarbeit weiter vertiefen können. Auch sollten Sie bereit sein, etwas in Ihrem Leben zu verändern. Warum sollten Sie sonst kommen?

13. Was passiert, wenn sich nach unseren Gesprächen nichts ändert oder nur ganz kurz?

Nachhaltige Veränderungen im Fühlen, Wollen und Handeln sind je nach Thema schwieriger oder leichter zu erreichen. Je schwieriger, älter oder bedeutender ein Thema für Sie ist, desto wahrscheinlicher ist es, dass Sie beim Versuch, Dinge anders zu machen, häufiger in alte Muster zurückverfallen werden. Das geht allen Menschen so. Nichts ist so beständig (und hartnäckig) wie alte Gewohnheiten!

Aber warum muss alles gleich von Dauer sein? Warum so viel Perfektionismus? Warum nicht das Leben auf sich zu kommen lassen und in jedem Moment neu überlegen, was man jetzt tun kann?

Situationen verlieren bereits viel von ihrem Schrecken, wenn man erkennen kann, dass sie ähnlich sind wie andere, die man auch schon gut überstanden hat.

Wenn Sie es möchten, biete ich Ihnen meine Unterstützung nicht nur für das Finden von Veränderungsstrategien an, sondern stehe auch darüber hinaus gerne zur Verfügung: Wenn sich bei der Umsetzung Ihrer Ideen im praktischen Alltag Schritte vorwärts und scheinbare Rückschritte abwechseln, helfe ich Ihnen gerne dabei, den Blick immer wieder auf das Schöne im Neuen zu richten und das Ziel nicht aus den Augen zu verlieren.

14. Warum kommen Ihre Klienten ausgerechnet zu Ihnen?

Dazu müssten eigentlich andere das Wort ergreifen. Was ich aber häufiger höre und hier weitergeben kann, ist, dass die Menschen meine Klarheit im Erkennen und Formulieren schätzen und meine strukturierte Vorgehensweise hilfreich finden. Außerdem wird mir häufiger meine Offenheit, meine Art des Interesses und Zuhörens und mein Einfühlungsvermögen positiv gespiegelt.

15. Was passiert, wenn wir nicht miteinander klarkommen?

Dann verhalten wir uns wie erwachsene Menschen, sprechen das offen und fair an und gehen wieder unsere eigenen Wege. Dieses Recht gebe ich meinem Gegenüber und nehme es mir selbst auch.

Obwohl auch das wieder eine spannende Frage für die Selbsterkenntnis ist, welche Unterschiede, Interaktionen, kommunikativen Missverständnisse oder ähnliches es sind, dass ausgerechnet wir beide nicht miteinander klarkommen…?
Sie haben noch weitere Fragen? Dann nehmen Sie gerne Kontakt zu mir auf, entweder telefonisch oder noch besser per eMail: meyerhoff(at)ballast-abwerfen.de. Ich beantworte sie Ihnen gerne!